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Intelligent, nachhaltig und sicher

Die Baustelle im 21. Jahrhundert

Es ist die erste Pilotbaustelle: Die Baustelle im 21 Jahrhundert. Sie leitet sich vom Programm “Straße im 21. Jahrhundert” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ab. Das Programm hat zum Ziel, dem Straßenbau einen entscheidenden Innovationsschub zu geben. Straßen sollen durch moderne Verkehrsleitsysteme und durch ein innovatives Baustellen- und Störfallmanagement noch intelligenter und noch sicherer werden.

Die Baustelle im 21. Jahrhundert bildet den Anfang. Ab dem 21. Mai wird die Baumaßnahme auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Ober-Mörlen und Friedberg eingerichtet. Der Seitenstreifen sowie der erste Fahrstreifen werden in Fahrtrichtung Süden erneuert. In diesem Streckenabschnitt hat die Straße Brüche, Risse und Spurrinnen. Die Ertüchtigung des Seitenstreifens erfolgt bereits im Vorgriff auf dessen geplante spätere temporäre Nutzung bei hohem Verkehrsaufkommen als zusätzlichem Fahrstreifen, um so die Kapazität der Strecke zu steigern. Das besondere dieser Baustelle ist, dass innovative Baustoffe, Verkehrsmanagementsysteme sowie Sicherheitsvorkehrungen in dieser Maßnahme gebündelt und erprobt werden. Zudem wird evaluiert, wie der Verkehrsteilnehmer die Baustelle wahrnimmt und akzeptiert.

Die Baustelle im 21. Jahrhundert ist…

intelligent

Die Streckenbeeinflussungsanlage wird in die Baustellenführung integriert. Das bedeutet, die Geschwindigkeiten werden der aktuellen Verkehrssituation angepasst und die Verkehrsteilnehmer können rechtzeitig vor Gefahren gewarnt werden. Durch den Einsatz der Streckenbeeinflussungsanlage kann die Anzahl der erforderlichen Baustellenbeschilderung deutlich reduziert werden. Hinzu kommt, dass die dynamischen Informationstafeln innerhalb einer Baustelle eingesetzt werden. Diese zeigen Reisezeiten, Verkehrsstörungen sowie Umleitungsempfehlungen in einer Baumaßnahme an. Es ist das erste Mal, dass die von Hessen Mobil entwickelten Phasenpläne für den Auf- und Abbau einer Arbeitsstelle offiziell zum Einsatz kommen. Darin enthalten sind sichere und klar definierte “Zwischenzustände”, die vollständig jede Phasen des Auf- und Abbaus einer Baustellenverkehrsführung vorgeben.

nachhaltig

Das abgetragene Material wird wiederverwertet. Im Detail bedeutet dies: Die rund 20.000 Tonnen Asphalt und 18.000 Tonnen Beton kommen teilweise als Trag- und Bindeschicht zurück auf die Straße. Zudem wird mit dem Porous Mastic Asphalt (kurz PMA) erstmalig über einen größeren Autobahnabschnitt in Hessen ein neuartiger Fahrbahnbelag verlegt und getestet. Das Besondere an diesem Gussasphalt: Durch seine offenporige Oberfläche ist er griffig und absorbiert Lärm. Das Pilotprojekt soll vertiefte Erkenntnisse über Lebensdauer und Verformungsverhalten des neuen Deckenbelags liefern.

und sicher.

Eine elf Kilometer lange durchgehende Stahlschutzwand zum Baufeld hin trennt die Arbeitsstelle sicher vom Verkehr ab, eine weitere Stahlschutzwand trennt die beiden Richtungsverkehre voneinander. Wegen der durchgehenden Stahlschutzwand gibt es fest definierte Baustellenein- und –ausfahrten. Diese insgesamt sieben Ein- und Ausfahrten ermöglichen ein sicheres Aus- und Einfädeln der Baustellenfahrzeuge in den fließenden Verkehr.